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Archive for the ‘Noch in Deutschland’ Category

Viele Grüsse vom Flughafen Düsseldorf, ich sitze hier am Gate, wo Internet frei ist. Boarding ist in einer halben Stunde, Sicherheitskontrollen sind überstanden.

Leider hat ein Mitreisender sein -visum verloren, aber dem Internet hier sei dank, wird das wohl noch hinkommen.

Verabschiedung war kurz und schmerzlos, aber mir gehts gut und ich freu mich jetzt riesig. Danke auch nochmal für die tolle Feier gestern.

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Wer hätte es gedacht…

Es sind bloß nur noch 10 Tage, bis ich unser in vieler Hinsicht armes Deutschland verlasse und mich nach Aetoeroa, dem Land der langen weißen Wolke begebe.

Dort habe ich nun endlich auch mein Projekt bekommen: die Amuri Area School in Culverden !

War meine Erstwahl, dementsprechend bin ich froh, dort gelandet zu sein. Seltsamerweise wollte da sonst keiner hin, weshalb die mich wohl dankend genommen haben. Nun gut, im Dorfe Culverden, das mitten in der Pampa der Südinsel liegt, leben auch mal grade 400 Seelen. Neben einer Tankstelle, einem Motel, einen kleinen Laden, Souvenirshop und meiner erwähnten Schule gibt es hier immerhin einen Golfplatz. Das wars dann aber aber auch schon. Da die (hohen) Berge der neuseeländsichen Alpen jedoch nicht weit sind, und auch nur Christchurch eine Stunde Fahrt entfernt, werde ich es wohl dort erstmal ganz gut aushalten können. Wohnen werde ich vermutlich in einer Gastfamilie, näheres weiß ich jedoch noch nicht genau. Genauere Tätigkeiten im Projekt kann ich auch noch nicht verraten, es wird aber wohl auf das Betreuen der Kinder im Unterricht, Korrekturen und beim Lernen helfen, Begleitung und vtl. auch Training bei sportlichen, kulturellen, usw. Aktivitäten und sonstige Arbeiten hinauslaufen, wie ich hörte von einem ehemaligen Freiwilligen, alles sehr abwechslungsreich.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, in 10 Tagen gehts los, ich freu mich auf den Flug, wo ich in einer Filmorgie die letzten paar Kinofilme mir reinziehen werde, die ich verpasst habe zu schauen, und dann natürlich noch viel mehr auf die Ankunft. Wird ein langer weg sein…

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So, jetzt bin ich schon 3 Tage vom VOS wieder da, sodass ich so langsam mal davon berichten könnte.

Gestern hiess es schonmal Abschied nehmen, von meinen Jungscharkindern und den anderen Gemeinde-Jugendarbeit-Aktiven, was mir mal leicht, mal schwerer gefallen ist. Abschiede fallen noch mehrere an, am 29. gibts dann ja auch noch ne kleine, aber feine Abschiedsparty!

Aber zurück zum Seminar, was einfach super toll war! Stattgefunden hat es im Haus Kreisau in Berlin-Spandau, in abgeschiedener Top-Lage direkt an der Havel bzw. Wannsee. Leider war ich der einzige Neuseeland-Gänger, aber machte nix. Mein Projekt habe ich übrigens leider immer noch nicht, was aber am ICYE NZ liegt, der ICJA hat sich schon entschuldigt.

Ob es nun an der Location, den Leuten oder gar dem Lehrinhalt lag, kann ich garnicht sagen, es lag einfach an allem. Der typische Seminartag begann für mich mit dem Aufstehen um 9.45 mit anschließendem schnellen Duschen, damit ich zum Einheiten-Beginn um 10 Uhr stets pünktlich fertig war. Das Frühstück hab ich Morgenmuffel natürlich (gewollt) verpasst (8-9 Uhr ist einfach zu früh). Mit einem schnell verspeisten Brötchen mit (oder ohne) garnix ging es dann in die Einheit, die stets mit einem Energizer eingeleitet wurden, der uns wohl wach machen sollte. Da mussten wir u.a. kotzende Känguruhs nachahmen, haben Laurentia gesungen (Kindergartenlied mit Bewegungen *kotz*) oder haben Schnickschnackschnuck mit Fans gespielt, was bedeutet, dass der Unterlegene dem Sieger zujubeln und nachrennen muss.

Die Einheiten waren nicht ganz so spannend, eingeschlafen bin ich jedoch nie. Ob es nun Rollenspiele waren, die in einem wohl ausgefeilten bühnenreifen Theaterstück unserer Gruppe endeten und damit nicht ganz den Sinn erfüllten; ob wir in die Nachbarschaft geschickt wurden, um Gutes zu Tun und damit unser Selbstverständnis als Freiwilliger zu entdecken (2h Unkraut jäten im Vorgarten :D); ob wir über Gesundheit usw. im Gastland redeten oder eine Traumreise machten, die für feuchte Augen und beanspruchte Hände sorgte (4 Seiten sinnloses Geschreibsel, das uns in der Mitte des Austauschjahres zugesendet wird) – das ALLES hört sich vielleciht nicht spannend an, war es aber. Selbstverständlich haben wir noch viel, viel mehr gemacht, aber man braucht ja nicht alles zu verraten.

Um 13 Uhr gab es immer Mittagsessen, was wie jedes Essen vegetarisch war (ICJA möchte das so aus ethischen Gründen), also nicht ganz mein Fall. Aber die doch recht üppig vertretenen Vegetarier oder sogar Veganer hat es sicher gefreut…

Die danach anfallende Pause bis 15 Uhr wurde nicht selten zum Baden im Wannsee bzw. Havel (weiß garnicht genau) benutzt, teilweise wurden sogar hauseigene  Ruderboote geentert und dann in der Mitte des Sees gekentert.Ganz schöne Arbeit, dieses mit wasser vollgelaufene Boot wieder zurück zu bringen und auszuschöpfen. Ein Glück, das ich das vom festen Land beobachten konnte.

Die Einheiten waren spätestens immer um 22 Uhr zu Ende, danach folgten dann noch viele Gespräche und lustige Spiele. Werwolf-Sessions z.B, wo ich leider tausendmal in Folge als einfacher Bürger spielen durfte, aber mich immer alle für den Wolf hielten (wers kennt). Intellektuelle gespräche konnte man aber auch zuhauf führen, so wurde auch schnell deutlich, dass bei Seminarwahlen die Grünen klar gewinnen würden. Natürlich auch mit Ausnahmen, genauso wie es nicht nur angehende Politikwissenschaftler und Abiturienten mit 1er-Schnitt und einem Highschoolyear im Ausland gab. Trotzdem ein ziemlich angenehmer Elite-Club, ich hab mich durchaus wohlgefühlt unter Leuten, die Rilkes Lyrik lesen und über philosophische Ansichten diskutieren :D.

Billard, Tischtennis usw. konnte ich auch spielen und dabei meine außergewöhnlichen Skills zur Schau stellen. So wurde mir gar das Kompliment zuteil, Tischtennis wie ne Krake zu spielen… Ich hoffe es war nur eine Anspielung auf Paul und die damit verbundene meinige Vorahnung, und nicht die der Mehrarmigkeit.

Jetzt schreib ich hier soviel Uninteressantes, dass ich mal aufhören werde, nur von Berlin berichte ich noch.

Am Mittwoch machte man nämlich das, was der ICJA sonst eigentlich nicht macht: eine Exkursion.

Es ging in das Deutsche Historische Museum in eine Führung dreier Studentinnen, die den deutschen Postkolonialsimus kritisch hinterfragten. Leider nicht allzuviel Neues für mich Geschichts-LKler, drum packte mich schnell die Schlafkrankheit, die wohl von bösen Wissenschaftlern versucht wurde zu heilen, indem sie afrikanischen Eingeborenen Wasserfarben spritzten…. Soviel zum glorreichen deutschen Kolonialismus…

Danach wurde es aber spannender. Nach langer Diskussion ging es nach Berlin-Kreuzberg, wo nach der U-Bahnstation eine lange Pause eingelegt wurde, weil alle ganz heiss auf einen Gemüse-Kebap waren, die Schlange dort aber schon bei unserer Ankunft 20 Leute betrug. Da mir der Sinn jedoch nach Fleisch stand, ging ich mutterseelenallein durch die dunklen Gassen Kreuzbergs und aß 2 Currywürste an der angeblich 2-besten Currywurstbude Berlins. Hat auch gut geschmeckt nach der langen Fleischabstinenz… Danach gings dann in einem Biergarten auf den Kreuzberg, wo wir Deutschlands Niederlage gegen Spanien sahen. Das anschließende Frustbesäufnis war nicht so nach meinem Geschmack, nach elend langer Diskussion und Entscheidungsträgheit mancher Individuuen fuhr ich mit ein paar Leuten heim, was immerhin 2h in Anspruch nahm. Doch im Bus von Spandau zu unserer Unterkunft wurde ich reichlich entschädigt, indem ich Opfer eines wohl angetrunkenen Berliner Jugendlichen wurde, dessen Sprache zwar verständlich, aber ganz sicher nicht korrekt Deutsch war. Die voll korrekte Stimmungskanone grölte Lieder mit uns (wir unfreiwillig) und hat uns bestens unterhalten. armes Deutschland!

Soviel erstmal zum Seminar, das wirklich super war, und so massig an Information und Erlebnissen, das ich das nur sehr punktuell wiedergeben kann.Hier noch ein Gruppenfoto von uns…

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Ich möchte darauf hinweisen, dass die Suchmaschine http://www.benefind.de/ ab sofort die Arbeit des ICJAs unterstützt, indem für jede Suchanfrage ca. 1/2 Cent aus Werbefinanzierung dem ICJA zugute kommt.

Das mag zwar lächerlich gering erscheinen, wer wie ich internet-affin ist weiß aber, dass da schon einiges zusammenkommt. Insbesondere wenn ihr dabei mithelft 😉 Ich benutze sie schon und bin durchaus zufrieden.

Die Suchmaschine baisert auf Microsofts bing, bietet also beste Qualität, und darüber hinaus kommt Google nicht an eure Daten 😛 Hat also nur Vorteile. Spenden ohne Geld zu verlieren…

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Ja, richtig gehört! Es sind nur noch 7 Wochen, die ich im deutschen Lande verweilen werde, ehe ich nach Neuseeland aufbreche. Bis dahin habe ich aber  noch einiges vor.                                                                                                                               Neben meinem Praktikum als Rechtsanwalt steht bald auch der Abi-Ball vor der Tür, ebenso wie der Abschlussgottesdienst, den ich mitgestalte und natürlich den Abigag, der sicherlich super wird.Die schriftlichen Noten bekomme ich nächste Woche Montag, sie fallen vermutlich und hoffentlich wesentlich besser aus als die der mündlichen, in der meine Leistung trotz sensationeller Kenntnisse nicht gewürdigt wurde, vermutlich wegen meinem vorhergehenden Aufenthalt in London und beim Kirchentag in München, von denen die Lehrer gewusst zu haben schienen (und mir mein potenzielles „Nichtlernen“ als Überheblichkeit auslegten, so rein hypothetisch ;))

Für die Uni muss ich mich auch noch bewerben, damit ich mir schon mal einen Platz fürs nächste Jahr sichern kann. Favorisiert ist im Moment Jura (Wirtschaftsrecht) in Mannheim.

Die formellen Vorbereitungen für Neuseeland sind soweit abgeschlossen. Mein Visum habe ich heute beantragt (ziemlich easy, geht ja alles elektronisch heutzutage), jetzt heisst es nur noch warten und hoffen, dass mir die Einreise erlaubt wird. Aber mit dem schlichten Fussball-Trikot des zukünftigen Weltmeisters Neuseeland, welches zufällig heute auf meinem Schreibtisch lag (danke!!) , sollte es ja keine Hindernisse geben 😉

Vom 3.-9 Juli bin ich dann in Berlin auf dem Vorbereitungsseminar, zwar als einziger Neuseeländer, was aber nicht sonderlich schlimm ist. Mit einigen stehe ich ja bereits per ICQ und Co. im Kontakt und man sieht sich spätestens beim weiteren Vorbereitungsseminar in Neuseeland und frühenstens in Düsseldorf, wo am 30.07 um 21.20 mein Flug via Dubai und Sydney nach Auckland gehen wird, ab Dubai mit dem tollen A380 🙂

Ich geniesse jedenfalls noch die schöne Zeit hier in Deutschland und freue mich schon ungemein auf Neuseeland, auch wenn ich meinen baldigen Fortgang noch garnicht so realisiert habe 😀

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Ich dachte, ich schreibe einfach mal wieder was über mich Heuermann.

Die Vorbereitungen sind jetzt ja schon weit vorangeschritten. Flug ist gebucht und bezahlt, sonstige Kosten beglichen, Massen an Papier ausgefüllt und abgeschickt. War ein Haufen Arbeit und zudem das meiste noch auf Englisch, sodass der Leo (Wörterbuch im Internet :P) mir helfen musste. Zum Glück habe ich ja auch einen kompetenten Englisch-sprachigen Bruder, der die mannigfaltigen Fehler ausgemerzt hat, sodass der erste Eindruck vielleicht gar nicht so schlecht ist. Ich  hab mich durch kleine Facharbeitskorrekturen schon revanchiert.

Mein Vorbereitungsseminar wird vom 2-9. Juli in Berlin stattfinden, direkt an der Havel bzw. Wannsee, ich werd also ne Badehose mal einpacken 🙂

Jetzt warte ich geduldig auf die Projektlisten, die, wenn man den Emails glauben schenken darf, tatsächlich in dieser !5. kalenderwoche ankommen sollen. Die darf ich dann nach Präferenz komplett durchnummerieren und habe hoffentlich Glück, dass ich in meine Wunschprojekte reinkomme. Einen groben Überblick über die meisten Projekte habe ich ja schon…

Ansonsten steht natürlich das Abitur an, in genau einer Woche schreibe ich mit Deutsch schon die erste Klausur. Lernstand ist quasi Null, ich hab also theoretisch noch viel zu tun. Praktisch werde ich aber wohl nichts machen, die Bücher habe ich eh nicht gelesen (obgleich mir in Klausuren immer hervorragende Inhaltskenntnisse bescheinigt werden), sonst keine Ahnung was man lernen könnte. Vom lehrer wird mir unterstellt, ich nehme die Klausuren nicht ernst, wohl wahr. ich werd mich also auf mein exzellentes Allgemeinwissen verlassen und irgendwas hinschreiben, für eine gute 2 wirds dann schon langen. Soviel erstmal dazu. Meine gedanken liegen eher bei Neuseeland, und nicht so beim Abi.

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Noch ist es nicht soweit, doch allzu lange dauert es auch nicht mehr. Das 3-tägige Vorbereitungsseminar in Waldsieversdorf habe ich bereits überstanden, war auch echt total toll. Trotz der widrigen Anreise mit Bahn und Bus in diese abgelegene Gegend… Verspätung hat sich trotz des widrigen Wetters zum Glück in Grenzen gehalten (nur eine halbe Stunde in Berlin Hbf). Werde ich in Kürze vielleicht schon genauer drüber berichten.

Anfang August gehts dann für mich los nach Neuseeland. Der Flug ist zwa noch nicht gebucht, dafür gibts aber einen Haufen anderer Dinge zu tun. Beispielsweise darf ich nach Jahren Abstinenz mal einen Arzt aufsuchen, der mich umfassend auf meine Gesundheit prüft. Vermutlich werd ich sogar gepikst. Aber ich werd es überleben… Ansonsten muss ich ganz viele Unterlagen (auf Englisch :D)ausfüllen, Pässe verlängern und mir schon einmal die vielen Projekte anschauen, die es so gibt. Echt einige Interessante dabei. Nebenbei läuft natürlich noch Schule, wenn man das noch so nennen kann, ich schreib ja sogar noch Abitur in ein paar Wochen. Aber das habe ich momentan ziemlich ausgeblendet.

Ich suche übrigens noch eine Gastfamilie für einen internationalen Freiwilligen.

Falls hier tatsächlich schon wer  liest, und darüber mehr erfahren möchte, der möge sich bitte bei mir melden.

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Willkommen

Liebe Leser,

in meinem Blog möchte ich (Christoph Heuermann) über meinen Freiwilligendienst in Neuseeland informieren, der allerdings ja erst Mitte kommenden Jahres beginnen wird. Bis dahin ist noch einiges an Zeit und es muss erst einmal das Abitur überstanden werden. Trotzdem möchteich die Gelegenheit ergreifen, auch schon einmal von den Vorbereitungen zu berichten. Bis zur Abreise sieht das hier sicher auch noch etwas unübersichtlich und komisch aus, aber ich arbeite dran, dass etwas netter zu stylen.

Viel Spaß beim Lesen!

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