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Archive for 10. Dezember 2010

Ein letzter Eintrag aus Culverden!

So, weiter gehts. Wie ihr sehen könnt, habe ich meinen Artikel mal zweigeteilt, die Reiseplanung hat es verdient, eigenständig aufgeführt zu werden.

Nun aber zu meinem letzten Tag und einen kleinen (längeren) Fazit:

in der Schule habe ich mich heute erst einmal von all den Kindern verabschiedet und ihnen einen ausgegeben (irgendwelche Bonbons). Dann stand das „Prizegiving“ auf dem Programm, ungefähr wie die „Awards Assembly“ am Vortag, aber doch feierlicher, länger und interessanter. Ich war, zugegeben, etwas underdressed :D, die Lehrer hatten sich nämlich alle schick gemacht. Es wurden viele Reden gehalten (ich allerdings nicht mehr) und ich habe noch ein Geschenk  von der Elternvertretung enthalten, mir wurde gedankt und so weiter. Die Schüler haben alle möglichen Auszeichnungen erhalten und am Ende dann ihre „Reports“ bekommen, sowas wie ein Zeugnis also. Dann stand ich noch eine zeitlang am Tor und habe die Kinder weggehen sehen und war echt traurig. Immerhin sind einige der älteren Grundschüler auf Facbook 😀

Naja, heute Nachmittag war dann noch die Lehrer-Party, auf einer Farm nahe Rotherham, dem nächsten Ort hier (kleiner als Culverden). Dort wohnt Chrystal, die Sekretärin und Ambulanz für Verletzungen an der Schule. Losgehen sollte es eigentlich um 15 Uhr, als ich um 15.30 Uhr ankam, dachte ich entsprechend, ich sei etwas spät. Ich war allerdings der einzige bisher. nach einer halben Stunde kam ein Ehepaar, nach noch einer halben Stunde noch 1-2 Leute, und erst gegen 17.30 Uhr wurde es dann so langsam voller. Mit Pünktlichkeit wird es hier nicht so genau genommen!

Die „Party“ war noch ganz nett, ich habe ordentlich gegessen (schönes BBQ) und wurde auch nochmal von all den Lehrern verabschiedet. Christian hat eine kleine Rede über mich gehalten (Heuchler :P) und ich wurde noch einmal beschenkt – Socken aus Possumwolle, einen Kiwi-Anhänger und eine sehr schöne Karte mit Unterschriften aller Lehrer usw.! Ich war sehr gerührt.Darüber hinaus hat mir dann auch noch mein Fahrlehrer Scott (der wegen seiner Frau, die ja auch iwas mit der Schule zu tun hat, da war) ein Zertifikat im Holzrahmen über meinen „Defensive Driving“-Course gegeben – ich weiß garnicht, wie ich all die Sachen transportieren soll!

Denn gepackt ist, ehrlich gesagt, noch nichts. Ich muss morgen hier noch ein wenig aufräumen und sauber machen – während die Bettwäsche gewaschen wird, habe ich dann ja Zeit zum Packen, allzulange wird das nicht dauern. Ich lasse mir morgen eh Zeit, mittags bin ich noch bei Neil eingeladen, wo ich mich nach einem Mittagessen dann bei ihm verabschieden werde, davor natürlich auch von Christian. Von Culverden ganz zu schweigen, so werde ich noch die Tankstelle und den Supermarkt abklappern und dann nochmal nach Hanmer fahren, weil ich es diese Woche tatsächlich zeitlich nicht hinbekommen habe, dort noch einmal in den Pools zu relaxen.

Nun wird es Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen:

im Große und Ganzen hat es mir hier ganz gut gefallen. Meine Stimmung war aber öfters diversen Schwankungen unterworfen. Von Ankunft bis zu den Frühlingsferien sank die Kurve von gut immer weiter ab, nach den Herbstferien kann man sie sich eher als Wellenlinie vorstellen. Die letzten 2 Wochen waren aber super, was schon reicht, den Culverden-Aufenthalt sehr positiv aussehen zu lassen. Die letzten Tagen, besonders heute, waren echt traurig für mich, trauriger als der Abschied in Deutschland. Denn dort  verließ ich Euch mit der Gewissheit nach einem Jahr (hoffentlich) alle nicht allzu verändert wiederzusehen, während ich nach Culverden die nächsten Jahre nicht mehr kommen werde. Ich habe mir aber vorgenommen, Culverden einen Besuch abzustatten, wenn ich mal wieder, was mit Sicher heit passieren wird, Neuseeland einen Besuch abstatte. Aber das kann 10 Jahre dauern…

Ich hatte soviele Highlights und Aktivitäten hier, die ich jetzt nicht repetieren möchte, größtenteils sind diese hier ja nachzulesen.

Ich selbst habe für mich viel gelernt (nicht nur Kiwi- Englisch) und mich auch etwas verändert – aber eine Psychoanalyse an mir selbst möchte ich hier in meinem Blog erstmal nicht anfangen. Ich sehe mich jedenfalls gut gerüstet, für das nächste halbe Jahr.

Was mir hier jedoch klar geworden ist: eine Karriere als Lehrer wäre nichts für mich, jedenfalls nicht in Deutschland.

Ich finde das Schulsystem hier in Neuseeland wesentlich angenehmer, sowohl für Kinder, als auch für die Lehrer. Viel perönlicher, viel disziplinierter, viel mehr Leistungshonorierung. Die ganze Community identifiziert sich mit der Schule – und auch ich tue das. Ich habe 2 Trikots von der Schule bekommen, die ich mit Stolz tragen werde und mich dabei an die schöne Zeit hier zurückerinnern.

Zurück zum Lehrer-Blabla: ich möchte (angehende) Lehrer jetzt nicht vergraulen, aber irgendwie ist der Job, finde ich, geistig anspruchslos.

In der Grundschule hat man viele liebe, kleine Kinder, ist dabei auf intellektueller Ebene aber ziemlich unterfordert und muss eine Heidengeduld mitbringen, um nicht irgendwann verrückt zu werden (ich muss sagen, dass das halbe Jahr Arbeit mit meiner einen Nachhilfeschülerin echt mehr als genug war).

In der weiterführenden Schule muss man sich dann mit bösen, frechen Kindern (welch Vorurteil :P) abgeben, hat dafür aber vielleicht ein bisschen mehr nachzudenken. Lehrer ist ein wichtiger Beruf, insbesondere wenn geeignete Leute diesen Job ausüben. Ich möchte aber aus diversen Gründen keiner werden, die, wenn ich sie erwähne, wohl eher auf Kopfschütteln stossen werden. weshalb ich sie einfach nicht erwähne (jetzt seid ihr neugierig :D)!

Es tut mir leid, ich habe etwas wirr geschrieben und nicht alles geschrieben, was ich schreiben wollte, festzuhalten ist aber, dass ich die Zeit hier echt genossen habe und mich gerne daran zurückerinnern werde!

Vielleicht gibt es morgen noch einen kleinen Eintrag, wenn nicht lest Ihr grade den letzten Satz aus Culverden!

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Da bin ich nun angekommen. Meine Zeit hier ist fast zuende. Morgen werde ich Culverden verlassen – mit Ziel Blenheim (sprich Blinnem), den größten Ort der Marlborough Sounds Region – man kann ihn wohl schon als Stadt bezeichnen. Blenheim und Umgebung ist vor allem für seine vielen Weingute und Obstplantagen bekannt, ich bin auf die Szenerie gespannt.

An dieser Stelle auch einen kleinen Überblick über meine weitere Reiseroute:

von Culverden geht es morgen, über Hanmer und Kaikoura, nach Blenheim, wo ich meine erste Reisenacht verbringe. Von dort geht es durch den Nelson Lakes Nationalpark (wo ich min. einen längeren stopp einlege) nach Maharau, das Tor zum Abel Tasman Nationalpark. Dort in Maharau verbringe ich 2 Nächte, sodass mir ein voller Tag bleibt, den Nationalpark zu erkunden. Dort ist auch einer der  „Great Walks“ (und wohl auch einer der Bekanntesten), den ich aus Zeitgründen jedoch nicht machen werde. Eine lange Tageswanderung und auf dem Rückweg eines der zahlreichen Wassertaxis muss genügen.

Nach den 2 Übernachtungen in Marahau geht es in die Golden Bay, und zwar mit einigen noch nicht näher bekannten Zwischenstopps nach Collingwood, wo ich ebenfalls 2 Nächte verbringe. Auf dem Programm steht unter anderem der Besuch des „Farewell Spit“, einer ziemlich cool aussehenden Landzunge (seht Euch die Karte weiter unten an – da ist ja auch die Route abgezeichnet) und das Ende bzw.  der Anfang des Heaphy Tracks (nachdem ich das Ende/den Anfang  bereits in Karamea gemacht habe). Ich hoffe, dass Wetter ist schön, die Gegend soll nämlich einfach nur traumhaft sein. Dann kann ich auch mal im Meer schwimmen.

Von Collingwood geht es dann nach Nelson, drittgrößte Stadt der Südinsel, von dort dann in die Marlborough Sounds Region, wo ich wohl in Havelock und Picton übernachten werde. Was ich genau mache, überlege ich mir noch.

Von Picton geht es am 19ten dann auch mit der Fähre nach Wellington, auf einer der wohl besten Fährstrecken, die die Welt zu bieten hat, direkt durch die weitverzweigten Fjorde und Inseln der Marlborough Sounds.

Wellington werde ich dann komplett ignorieren (später in der Reisezeit oder mal ein Wochenende, je nach neuem Projekt), ich hole nämlich Jonas ab, der in einem Camp nördlich von Wellington an der Kapiti Coast sein Projekt hat und wir düsen gemeinsam nach Taupo, wo wir vermutlich eine günstige Wohngelegenheit haben. Nach ein paar Tagen dort geht es dann nach Napier, wo wir mit noch ein paar anderen Freiwilligen Weihnachten am Strand feiern werden. Am 25ten fahre ich dann bereits nach Roturua zu Markus, in dessen Projekt ich übernachte, damit wir am nächsten Morgen früh nach Auckland aufbrechen können, wo ja unser Flug nach Sydney, Australien, auf uns wartet.

Wenn ich dann aus Australien wieder zurück bin, habe ich noch mehr als 2 Wochen, ehe in Roturua das ICYE Mid Year Camp stattfindet. Wo ich in dieser Zeit genau hinreise, ist sehr von meinem neuen Projekt abhängig. Vermutlich aber vor allem den Norden (Auckland und alles oberhalb, wofür ich min. eine Woche einplane), die Coromandel Peninsula und die dünn besiedelte Ostküste. Ich werd euch auf dem Laufenden halten, wenn ich Näheres weiß.

Dass ich mein neues Projekt noch nicht habe, ist etwas ungünstig, aber ich hoffe, ich bekomme es noch nächste Woche.

Soweit seid ihr also erstmal übe meine Reiseroute informiert – meine Blog-Einträge in den kommenden 6 Wochen werden wohl etwas zurückgehen, ich hoffe aber, dass das die Leser hier nicht vertreibt 😉

Ab und an werde ich mich mal melden, das Netbook habe ich ja auch eh dabei, sodass ich vielleicht mal wieder einen Bericht vorschreibe.

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